Sie hätten es so sehr verdient gehabt, aber wieder verpassten die Ruderinnen der LG mit denkbar knappem Rückstand den Podestplatz. Platz 4 ist zwar ein tolles Ergebnis, aber nach dem im letzten Jahr schon hauchdünn verpassten Edelmetall saß der Frust schon ein wenig tiefer. Nach fünf Tagen Bundeshauptstadt war aber eine Sache ganz deutlich: Die erstmalig mit einem Achter an den Start gegangenen U18-Mädels zeigten großen Teamgeist und lieferten auf der Regattastrecke in Berlin-Grünau hervorragende Leistungen ab.
Den Doppelvierer gewannen sie mit sehr deutlichem Vorsprung, im Achter landeten sie mit einer Luftkastenlänge Rückstand auf Platz Vier. Nur der Gig-Doppelvierer kam als Elfter mit deutlicherem Rückstand zur schwereren und damit schlagkräftigeren Konkurrenz über die Ziellinie. Im Endresultat stand hinter dem Siegerteam der Sportschule Halle und dem zweitplatzierten Team der PdL aus Hanau Punktgleichheit mit dem Bronzegewinner aus Mainz auf dem Zettel. Der eine Platz besser im Achter ließ das Medaillenpendel dann zu Gunsten der Mainzerinnen ausschlagen.
Die Ratzeburger Judoka mussten mit beiden Teams zunächst Lehrgeld zahlen. Gegen die Sportschulen kamen sie in der Vorrunde überhaupt nicht zum Zug, in der Hauptrunde wussten sich aber zumindest die Jungen der LG zu steigern und fuhren gegen Sachsen-Anhalt im letzten Duell einen deutlichen 4:1-Sieg ein. Den besten Tag erwischten sie zuletzt: Im Mixed-Wettbewerb gelang den LG-Kämpfern gegen Hessen ein spannendes 3:3, das sie wegen der besseren Unterbewertung (drei volle Punktsiege) mit 30:27 für sich entschieden. Die abschließenden Begegnungen gegen Hamburg und Niedersachsen hielten die drei Kämpferinnen und drei Kämpfer in ihren Gewichtsklassen lange offen, verloren jeweils nur knapp mit 2:4. Ein versöhnlicher 7. Platz am letzten Wettkampftag war ein schöner Lohn für die Leistungssteigerung am dritten Tag.





