18 Okt

Fahrt nach Polen 2021

10 Mädchen und 10 Jungen der Lauenburgischen Gelehrtenschule und der Gemeinschaftsschule hatten die Möglichkeit, eine Reise zum Thema „Our future in Europe“ nach Sopot zu unternehmen. Das Projekt wurde von Ratzeburgs Jungendbeirat sowie der Partnerstadt Sopot finanziert .
Am 30.10.2021 trafen wir uns vor dem Rathaus und starteten mit dem Bus unsere Reise. Nach paar Stunden kamen wir endlich in Sopot an, wir wurden herzlich von der Stadtarbeiterin Katarzyna Choczaj  empfangen und konnten uns in unseren Hütten aufteilen.
Am nächsten Tag fanden Reden und Workshops statt, welche hauptsächlich über Europas Zukunft spekulierten.
Magdalena Adamowicz, Politikerin, Mitglied des Europäischen Parlaments und die Ehefrau von Paweł Adamowicz (der verstorbene, ehemalige Bürgermeister von Danzig), erzählte uns von dem grausamen Attentat auf ihren Mann. Auf einer Benefizveranstaltung im Jahr 2019 hatte ein junger Mann eine Messerattacke auf Paweł Adamowicz ausgeübt, diese war politisch motiviert. Das Ganze geschah als Resultat von „Hass-Sprache“, da die Radikalisierung durch Medien oder auch nationalextremistische Gruppen immer stärker zunimmt.
Zusammen hatten wir an verschiedenen Verbesserungen an der EU gearbeitet. Zum Beispiel wie man das Bildungssystem verbessern könnte oder wie wir einheitlich klimaneutral werden können.
Nach dem Ausarbeiten unserer Lösungsvorschläge für ein einheitlicheres und nachhaltigeres Europa hatten wir die Möglichkeit, unsere Freizeit so zu nutzen, wie wir wollten.
Ich hatte mich viel mit verschiedenen polnischen Personen unterhalten, wo sich klar herausgestellt hat, dass Polen sich mittlerweile quasi in zwei Teile aufgeteilt hat: das tolerante, weltoffene Polen oder das ignorante, intolerante Polen.
Ihrer Ansichten nach liege das an fehlender Bildung oder an der starken Propaganda vonseiten der Medien. Die Politik in Polen versuche die Menschen zu spalten und sie sich so benehmen zu lassen, wie sie wollen. Sie bezweifeln, dass sich etwas noch ändern wird und wollen daher auswandern, sobald sie älter sind.
Am Abend hatten wir ein Rugby-Training von einem Spieler des Ogniwo Sopot, des Rugby-Teams Sopots. Daraufhin besuchten wir die Ergo-Arena zwischen Sopot und Danzig und bekamen eine Führung durch die leere Arena.
Der letzte Tag startete mit einer Stadtführung durch Danzig, wo wir beispielsweise an Schopenhauers Geburtshaus oder dem Neptunbrunnen vorbeigegangen sind. Um den Ausflug abzurunden, hatten wir noch einen Rundgang durch das Solidarnosc-Museum Danzigs gemacht. Es war sehr interessant zu sehen, wie extrem dieser Streik das aktuelle Polen beeinflusst hat.
Zum Abschluss spielten wir Bowling.
Der ganze Ausflug hat mir einen besseren Einblick in die politische Lage Polens gegeben und ich finde es erstaunlich, wie ein Land so gespalten sein kann und sich leider mittlerweile Schritt für Schritt zurückentwickelt, durch beispielsweise das Verbieten von Abtreibungen oder durch das Verfälschen des Menschenbilds, besonders der Immigranten, das sich durch ständige Propaganda fest in das Bewusstsein der Menschen verankert. Nach und nach findet quasi ein Rechtsstaatsabbau statt. Es ist interessant zu sehen, dass dieses Land in der EU ist, obwohl unter anderem die Unabhängigkeit der Justiz nicht gewährleistet wird.
Doch trotz der etwas erschreckenden politischen Lage Polens war der Ausflug super. Man hatte die Chance, viele neue Leute kennenzulernen, die Verpflegung konnte man ebenfalls nicht bemängeln und wir hatten viel Spaß, an der Zukunft Europas zu arbeiten.

Angelina Schlecht

Our future in Europe – international debate for youths from Sopot (PL), Ratzeburg (DE) and Naestved (DK) Cities
Co-funded by the Europe for Citizens programme of the European Union
The main aim of the project titled “Our future in Europe – international debate for youths from Sopot, Ratzeburg and Naestved Cities” is rising awareness about common European values, history, culture and future of students from twining towns. General project activities are international exchange of knowledge about EU challenges and diversity between students from different European countries. Organisation of the European debate in Sopot and integration of 60 students from high schools will encourage young generation to actively participate and make them aware of an impact they might have to solve the EU problems by attending to EU elections and voting. Students from German and Denmark will have a chance to integrate with other participants and get know polish culture heritage by seeing historical places and The European Centre of Solidarity in Gdansk. Students visiting Sopot and taking part in international exchange, debate and integration activities will have opportunity to learn respect to European cultural diversity and get familiar to different historic past of other nations. Key project outcome is engaging young people to civic participation and to take active part in EU political life and elections. The youth exchange and visit is planned to last 4 days and it will take place in October 2021.
Project partners are cities: Ratzeburg (Germany) and Naestved (Denmark). Leader of the project partnership and the host of the project debate for youth  is the City of Sopot from Poland. The project „Our future in Europe – international debate for youths from Sopot (PL), Ratzeburg (DE) and Naestved (DK) Cities“, is co-funded by the Europe for Citizens programme of the European Union.