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Astronomie als Wahlfach

Zum dritten Mal wird im Schuljahr 2012/13 das Fach Astronomie für die Klassenstufen 5 und 6 angeboten (im Rahmen der G8-Wahlstunde). Thema des Wahlfaches Astronomie sind die Orientierung am Sternenhimmel, der Sonnen- und Mondlauf, das Planetensystem, Sterne und Galaxien, Sternwarten und Beobachtungsinstrumente, die Arbeit mit einem Planetariumsprogramm für Computer und anderes mehr.

Eine drehbare Sternkarte, wie sie im Wahlfach-Unterricht verwendet wird (Quelle: www.oculum.de)

Schüler(innen), die bereits in Klassenstufe 5 Astronomie belegt haben, können dies gerne auch in Klassenstufe 6 tun, weil viele neue Inhalte dazukommen, die im vorhergehenden Schuljahr nicht angesprochen wurden.

Astronomische Himmelsbeobachtungen

In Zusammenhang mit dem Wahlstunden-Angebot Astronomie stehen einzelne astronomische Himmelsbeobachtungen, zu denen gesondert eingeladen wird. Diese Beobachtungstreffen finden in der Regel abends statt, bei besonderen Ereignissen wie Finsternissen oder dem jüngsten Venus-Transit auch zu anderen Zeiten. Je nach Anlass werden Sternbilder, Planeten, Sternsysteme, die Internationale Raumstation oder anderes beobachtet. Der normale Beobachtungsort liegt zwischen Bäk und Utecht an der Ostseite des Ratzeburger Sees. Die Anfahrt erfolgt am besten mit PKW, so dass jüngere Schüler(innen) am besten ihre Eltern als Fahrer und Begleiter engagieren.

Der Mond am 26.2.2012 zwischen Jupiter (links oben) und Venus (rechts unten) (Foto: E. Pehlemann)

Diese Beobachtungstreffen sind ab sofort für alle interessierten Schüler(innen), Ehemaligen, Eltern und Kolleg(inn)en geöffnet. Interessenten werden gebeten, sich durch eine E-Mail an eberhard.pehlemann@arcor.de in den Verteiler aufnehmen zu lassen.
Sobald ein Beobachtungsabend geplant ist, wird der Termin allen im Verteiler befindlichen Personen mitgeteilt. Zusätzlich wird auch eine Wegbeschreibung zum Beobachtungsort versandt. Anmeldungen sind nicht erforderlich, jedoch sollte im Vorfeld des Termins auf weitere E-Mails geachtet werden, da Himmelsbeobachtungen wetterabhängig sind und bei schlechtem Wetter Absagen oder Verschiebungen erfolgen.

Nach zweimaligem wetterbedingtem Verschieben der Beobachtung konnten die hartnäckigen Schüler und Eltern am Sonntag Abend (26.2.2012) auch diesen schönen zunehmenden Mond beobachten (Foto: E. Pehlemann)

Venus-Transit 2012

Am frühen Morgen des 6. Juni 2012 versammelten sich Schüler(innen) des Wahlfaches Astronomie mit ihren Eltern, aber auch der Oberstufe und sogar ein frischgebackener Abiturient der LG auf dem Hügel südlich des Mechower Holzes, um das seltene Ereignis eines Venus-Transits zu beobachten.

Ein Teil der LG-Beobachtergruppe (Foto: M. Pehlemann)

Bei einem Venus-Transit zieht die Venus direkt vor der Sonnenscheibe vorbei und ist als kleiner, runder, schwarzer Fleck vor der Sonne sichtbar. Ein Venus-Transit ist also im Prinzip einer Sonnenfinsternis vergleichbar, jedoch wird er von keiner spürbaren Helligkeitsabnahme begleitet. Wegen seiner Seltenheit (in je 243 Jahren gibt es nur vier Venus-Transite) stellt er aber ein besonderes Himmelsereignis dar.

Da sich die Venus bereits kurz nach Mitternacht vor die Sonne schob, war der Anfang des Transits von Deutschland aus nicht beobachtbar. Als wir uns gegen 4:45 Uhr morgens an unserem Treffpunkt versammelt hatten und die Sonne über dem Mechower See aufgehen sahen, hatte die Venus bereits mehr als die Hälfte ihres Weges vor der Sonne hinter sich.

Sonnenaufgang am 6.6.2012 über dem Mechower See (Die Venus ist wegen der relativ langen Belichtung nicht erkennbar) (Foto: M. Pehlemann)

Glücklicherweise erwiesen sich die Wettervorhersagen dieses Mal als unzutreffend: Statt des angekündigten Regens bot sich uns ein geröteter Morgenhimmel mit zahlreichen lockeren Wolkenbändern, zwischen denen wir die Sonne und die Venus gut beobachten konnten. Mit Hilfe von Sonnensichtbrillen, Kameras, einem Teleskop und einem Sonnenprojektionsgerät (Solarscope) konnten wir die Venus vor der Morgensonne gut beobachten und auch einige große Sonnenflecken erkennen.
Zusammen mit dem Erlebnis des Sommermorgens mit seinen Naturlauten (die Feldlerche sang, der Kuckuck rief) und –erlebnissen (zwei Hasen waren auf dem angrenzenden Acker unterwegs) wurde die Venus-Beobachtung für die Anwesenden zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Die Venus vor der Sonne (gegen 4:55 Uhr MESZ) (Foto: E. Pehlemann)